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Alle, 13.05.2016, 09:21

Neuausrichtung von thyssenkrupp Industrial Solutions rückt Kunden in den Mittelpunkt

  • Geschäftseinheiten werden neu organisiert und stärker auf Branchen und Kundengruppen ausgerichtet
  • Ausbau des Servicegeschäfts und weitere Stärkung der Regionen
  • Bündelung der unternehmensweiten Engineering- und Projektabwicklungskapazitäten zur Steigerung von Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit
  • Neue Funktion als Chief Operating Officer auf Vorstandsebene geplant
  • Johan P. Cnossen verstärkt Führungsteam von Industrial Solutions

Der Geschäftsbereich Industrial Solutions, der den Spezial- und Großanlagenbau des thyssenkrupp Konzerns umfasst, richtet sich zurzeit im Rahmen des Transformationsprogramms „planets“ neu aus. Ziel ist die Sicherstellung der Wachstums- und Leistungsfähigkeit, die noch stärkere Ausrichtung auf Kunden, Märkte und das margenstarke Servicegeschäft sowie das Vorantreiben des Kulturwandels innerhalb des Geschäftsbereichs. Ein zentrales Element der Neustrukturierung ist die Weiterentwicklung der Organisationsstruktur hin zu einer modernen Managementstruktur, die sich an Kunden und Geschäftsfeldern ausrichtet und die Bereiche Marine Systems und System Engineering stärker integriert. Dazu wird die Position des Chief Operating Officer im Bereichsvorstand neu geschaffen. Darüber hinaus wird der Niederländer Johan P. Cnossen (56) das Führungsteam von Industrial Solutions verstärken und Leiter des so genannten Transformationsbüros für die Umsetzung von „planets“.

Jens Michael Wegmann, seit Oktober 2015 CEO des Geschäftsbereichs Industrial Solutions von thyssenkrupp: „Wir bewegen uns in einem schwierigen Umfeld und wollen unsere Organisation schneller, flexibler und effizienter machen. Mit unserer neuen Netzwerk-Struktur und der Neuordnung unserer Geschäftseinheiten stellen wir den Kunden in den Mittelpunkt unseres Handelns. Dies ist die Basis, um die Zufriedenheit unserer Kunden sicherzustellen und so langfristig unsere Wachstums- und Profitabilitätsziele erreichen zu können.“

Wegfall einer Managementebene für mehr Effizienz

Künftig entfällt im Bereich des Großanlagenbaus eine Managementebene. Die bisherigen Business Units Resource Technologies und Process Technologies werden aufgelöst. Die zuvor organisatorisch nachgeordneten sogenannten Operating Units im Großanlagenbau werden teils neu strukturiert und zu Business Units aufgewertet. Diese Einheiten tragen künftig die weltweite Verantwortung für die Weiterentwicklung ihres Geschäfts, die Abwicklung von Projekten und das Ergebnis. Sie berichten direkt an den Vorstand der Business Area Industrial Solutions. Entscheidungswege werden hierdurch verkürzt, die Marktnähe erhöht und das unternehmerische Handeln sowie die Eigenverantwortung der Geschäftsfelder gestärkt. Mit Beginn des neuen Geschäftsjahres zum 1. Oktober 2016 wird die neue Struktur umgesetzt. Industrial Solutions wird sein Geschäft dann in insgesamt acht Geschäftseinheiten (Business Units) führen: Industrial Specialties, Mining Technologies, Cement Technologies, Electrolysis & Polymers Technologies, Fertilizer Technologies, Services sowie Marine Systems und System Engineering.

Stärkung des Servicegeschäfts und Bündelung der Projektabwicklungskapazitäten

Zur Stärkung des Servicegeschäfts werden in der neu geschaffenen Business Unit Services erstmals die Serviceaktivitäten des Großanlagenbaus gebündelt. Perspektivisch soll der Anteil des Servicegeschäfts von derzeit rund 10 Prozent auf über 20 Prozent verdoppelt werden. Die Abwicklungs- und Projektmanagementfunktionen werden in einem als Cost Center arbeitenden Network of Excellence zusammengeführt und damit unternehmensweit zentral gesteuert. Dieser Schritt steigert die Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit, hilft Unterauslastungen abzufedern und erhöht durch eine stärkere lokale Leistungserbringung die Kundennähe auch in der Abwicklung der Projekte. Trotz der weiteren Stärkung des Auftritts in den Regionen werden die Anlagenbau-Standorte in Deutschland wie insbesondere Bad Soden am Taunus, Beckum, Dortmund, Ennigerloh, Essen und St.Ingbert-Rohrbach im weltweiten Netzwerk weiterhin eine wichtige Rolle als zentrale Kompetenzzentren einnehmen.

Transformationsprogramm beschleunigt Integration der Anlagenbaugeschäfte

Durch das Transformationsprogramm „planets“ wird auch die im Jahr 2014 begonnene Integration der zuvor eigenständigen Anlagenbauunternehmen des thyssenkrupp Konzerns – Uhde, Polysius und Fördertechnik – beschleunigt. Unter dem Dach von thyssenkrupp Industrial Solutions wird nun eine einheitliche Netzwerkstruktur geschaffen, die es ermöglicht, das Know-how und die Kapazitäten über alle Geschäftsbereiche hinweg zu teilen und auch die Bereiche Marine Systems und System Engineering enger einzubinden. Sie stellt gleichzeitig eine hohe Kundennähe und Fokussierung auf die einzelnen Märkte sicher. Johan P. Cnossen, der als Leiter des so genannten Transformationsbüros für die Umsetzung von „planets“ verantwortlich ist, wird in der neu geschaffenen Funktion direkt an CEO Jens Michael Wegmann berichten. Der Betriebswirt und Ingenieur Cnossen war zuletzt CEO der KHD Humboldt Wedag International AG und hatte zuvor Führungspositionen in verschiedenen international tätigen Anlagenbauunternehmen wie Jacobs, AkerKvaerner oder Ruhrgas Industries inne.

Geschäftsentwicklung trotz herausforderndem Umfeld stabil

Die Business Area Industrial Solutions hat sich im 1. Halbjahr des Geschäftsjahres 2015/16 gut behauptet. Sowohl der Auftragseingang, als auch Umsatz und Bereinigtes EBIT haben sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum verbessert. Allerdings stellt sich die Lage beim Auftragseingang in den verschiedenen Geschäftsfeldern sehr unterschiedlich dar. Der Zuwachs ist insbesondere auf einen Großauftrag im Bereich Zement aus Saudi-Arabien zurückzuführen, während etwa die Nachfrage nach Neuanlagen im Bereich Mining sowie im Chemieanlagenbau unter den volatilen Rohstoffpreisen leidet. Die organisatorische Neuaufstellung soll dazu beitragen, in diesem schwierigen Umfeld im Anlagenbau Beschäftigung zu sichern und die Grundlagen für ein langfristiges profitables Wachstum zu schaffen.

Über uns:

Der Geschäftsbereich Industrial Solutions von thyssenkrupp ist ein führender Partner für Planung, Bau und Service rund um industrielle Anlagen und Systeme. Neben Chemie-, Kokerei-, Raffinerie-, Zement- und anderen Industrieanlagen zählen auch Anlagen für Tagebau, Erzaufbereitung oder Hafenumschlag sowie entsprechende Dienstleistungen zu unserem Portfolio. Im Marinebereich sind wir einer der führenden, global agierenden Systemanbieter für U-Boote und Überwasserschiffe. Für unsere Kunden in der Automobil-, Luftfahrt- und Batterieindustrie optimieren wir als wichtiger Systempartner die Wertschöpfungskette und stärken die Leistungskraft. Gemeinsam mit unseren Kunden entwickeln wir Lösungen auf höchstem Niveau und liefern Effizienz, Zuverlässigkeit und Nachhaltigkeit entlang des kompletten Lebenszyklus. Rund 19.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bilden an über 70 Standorten ein globales Netzwerk, dessen Technologieportfolio ein Höchstmaß an Produktivität und Wirtschaftlichkeit garantiert.
Mehr Informationen unter: www.thyssenkrupp-industrial-solutions.com

Der Name „planets“ steht für „people leading a network of engineering technology and solutions“.

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