Propylenglykolherstellung –Wertschöpfung und Flexibilität in der Propylenverarbeitungskette

Die Herstellung von Propylenglykol (PG) bietet Produzenten von Propylenoxid (PO) und Polyolen eine hervorragende Möglichkeit, ihre Produktpalette zu erweitern. Propylenglykol ist nach Polyether-Polyolen das zweitwichtigste Zielprodukt von PO. Glykole sind reine Substanzen und die einfachsten PO-Derivate. Sie sind einfach herzustellen, einfach zu handhaben und bieten unzählige Anwendungsmöglichkeiten.

thyssenkrupps Glykol-Prozess zeichnet sich durch einen effizienten Teillastbetrieb und schnelles Laständerungsverhalten aus. Das ermöglicht eine flexible Ausrichtung der Produktion an den Absatzmärkten. Durch Produktionsverschiebung kann der Glykol-Prozess Marktschwankungen in verwandten Produktbereichen wie Polyether-Polyolen abfedern und so die höchste Wertschöpfung aus dem Rohstoff PO ermöglichen.

Propylene Glycol Plant

Einfacher Markteintritt durch kombinierte Produktion von Glykolen und Polyolen​

Der einfache und robuste PG-Prozess ermöglicht einen leichten Start der Produktion. Glykole sind als Grundchemikalien einfach zu vermarkten und erwirtschaften frühe Erlöse, während andere Produkte im Markt etabliert werden.​

Propylenglykole sind typische Startermoleküle für viele Polyolprodukte. Durch eigene Herstellung und Bevorratung von Glykolen machen sich Polyolhersteller unabhängig im Hinblick auf diesen wichtigen Rohstoff.

Sicherheit und modulares Anlagendesign – sowie Synergien zwischen Prozessen

Sicherheit

thyssenkrupp und Evonik lizensieren seit fast 20 Jahren gemeinsam den HPPO-Prozess zur Herstellung von Propylenoxid. Durch die erfolgreiche Abwicklung mehrerer HPPO-Projekte als Lizenzgeber und Engineering Contractor verfügt thyssenkrupp über viel Erfahrung beim Design von Anlagen zur Propylenoxid-Verarbeitung. Dieses wertvolle Wissen bildet auch für unseren PG-Prozess die Grundlage des Anlagendesigns, Sicherheits- und Engineering-Standards sowie der zugehörigen Arbeitsschritte, um größtmögliche Sicherheit im Betrieb und im Umgang mit Propylenoxid zu gewährleisten.

Synergien im Verbund

In einem Produktionsverbund von PG-Produktion mit HPPO und/oder Polyolen profitiert der Betreiber von verschiedenen Synergieeffekten. Das beginnt bereits in der Engineering-Phase. Ver- und Entsorgungssysteme können gemeinsam effizienter geplant werden als individuelle Lösungen für Stand-Alone-Anlagen. Im Betrieb kann auf gemeinsames Betriebs- und Instandhaltungspersonal zurückgegriffen werden. Das gleiche gilt auch für das Personal und die analytische Ausstattung von Laboren. Ferner gibt es auch strategische Vorteile wie Unabhängigkeit von wichtigen Rohstoffen und schnelle Reaktion auf sich ändernde Marktanforderungen.

Erfahren Sie mehr: Polyol-Technologie & HPPO-Technologie.

Modulares Anlagendesign

In Regionen mit niedrigen Baukosten und qualifizierten Arbeitskräften kann die Anlage auf herkömmliche Weise Stück für Stück auf der Baustelle errichtet werden. Alternativ dazu besitzt thyssenkrupp viel Erfahrung im Design und der Fertigung von vormontierten modularen Prozessanlagen. Wir liefern und errichten Module, die bereits im Werk vormontiert und getestet wurden. Durch die Werksfertigung gewährleisten wir höchste Qualität und schnelle Auslieferung. Baustellenstunden und Beeinträchtigungen auf bestehende Anlagen bleiben so gering wie möglich.

Mehr: modulare Anlagenkonzepte von thyssenkrupp

Propylenglykol Herstellung – Prozessbeschreibung

thyssenkrupps Propylenglykol-Prozess ermöglicht die Herstellung  von Propylenglykolen (PG) aus Propylenoxid (PO). Zur Gruppe der Propylenglykole zählen Mono-Propylenglykol (MPG), Di-Propylenglykol (DPG) und die längerkettigen Heavy Glycols (HG). Der Propylenglykol-Prozess verläuft kontinuierlich und bietet damit die Voraussetzung für gleichbleibend hohe Produktqualität.

Unser Fließbild zur Propylenglykol-Herstellung besteht aus drei Hauptschritten: klicken Sie auf die blauen Punkte und erfahren Sie mehr!

Propylenglykol-Technologie von thyssenkrupp: Produktanwendung in Food & Pharma

Hochreines Propylenoxid und Wasser sind die einzigen Zutaten in thyssenkrupps Propylenglykol-Prozess – es werden keine weiteren Chemikalien oder Katalysatoren benötigt. So vereinfacht sich die Qualitätskontrolle für die Eingangsstoffe und es entstehen zugleich völlig reine Produkte. Das ist eine wichtige Eigenschaft für den Einsatz in sensiblen Bereichen wie Lebensmitteln, Pharmaka und Personal Care, da die Glykole sicher frei von bekannten Allergenen sind. Durch den 100% synthetischen Ursprung der Rohstoffe können auch Halal und KOSHER Anforderungen erfüllt werden.