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Urea

Urea Anlagen

Mit mehr als vierzig Jahren Erfahrung in der Entwicklung und beim Bau von Harnstoffanlagen gilt thyssenkrupp Industrial Solutions als eines der internationalen Topunternehmen in diesem Bereich. Wir haben Zugang zu den führenden Harnstoff-Technologien, wie beispielsweise:

  • CO2-Abscheidungsverfahren, Stamicarbon, Niederlande
  • Fließbettgranulierungstechniken von UFT (ehemals Yara / Hydro Agri) und Stamicarbon, beide aus den Niederlanden

In Zusammenarbeit mit unseren Partnern sind wir ständig auf der Suche nach innovativen Technologien, um unser Portfolio zu erweitern und um unseren Kunden modernste Technologien bieten zu können.

CO2-Abscheidungsverfahren

Das erstmals in den 1960er Jahren von Stamicarbon vorgestellte Verfahren zur Kohlendioxidabscheidung hat in den letzten zehn Jahren erhebliche Verbesserungen erfahren, die schließlich zur innovativen Stamicarbon Harnstoff 2000plusTM-Technologie und nach der neuesten Verbesserung zum AVANCORE-Verfahren geführt haben.

Da thyssenkrupp ein zugelassener Engineering-Partner von Stamicarbon ist, können unsere Kunden von dieser neuesten Technologie profitieren:

Der Pool-Kondensator ist im Grunde ein horizontaler Hochdruck-Carbamat-Kondensator mit einem versenkten U-Rohrbündel. Er kombiniert die Funktion des Fallstrom-Carbamat-Kondensators mit einem Teil der Reaktorfunktion des herkömmlichen CO2-Abscheidungsverfahrens.

Der horizontale Pool-Reaktor vereinfacht die Harnstoffsyntheseanlage weiter durch Verringerung der Anzahl der Hochdruckkomponenten von vier auf zwei.

Falls gewünscht, können wir auch das herkömmliche Stamicarbon CO2-Abscheidungsverfahren mit einem standardmäßigen Fallstrom-Carbamat-Kondensator liefern.

Fließbettgranulierungstechnik

Mit dem Erwerb der exklusiven Lizenzrechte für die Fließbett-Harnstoffgranulierungstechnik von Yara Fertilizer Technology hat Uhde Fertilizer Technology (UFT) alle Rechte für diese hervorragende Granulierungstechnik übernommen. Diese Technologie wird in mehr als 60 Anlagen angewandt und wir empfehlen sie all unseren Kunden, die ein hochklassiges Harnstoffprodukt wünschen. Darüber hinaus ermöglichen die exklusiv bei UFT verfügbaren einzigartigen Abgasreinigungstechniken die umweltfreundlichste Produktionsweise weltweit.

Andere Granulierungstechniken sind bei thyssenkrupp auf Nachfrage verfügbar.

Harnstofflösungen für andere Zwecke

Natürlich kann Harnstofflösung auch als flüssiges Produkt exportiert werden, beispielsweise für die Herstellung von Ammoniumnitrat-Harnstofflösung (AHL) als Düngemittel, oder als Reduktionsmittel für die Abgasreinigung von Verbrennungsmotoren (DEF or AdBlue®).

Vorteile der Harnstoff 2000plus-Technologie

  • Einsparungen bei den Investitionskosten durch Reduzierung der Größe und - was das Pool-Reaktor-Konzept anbelangt - auch der Anzahl der Hochdruckelemente
  • Betriebliche Vorteile:
    • stabilere Niveau-/Druckregulierung
    • geringeres Ansprechen auf Laständerungen bzw. Änderungen des N/C-Verhältnisses
    • schnelle Kapazitätsänderung der Anlage durch selbstregulierende Wärmeübertragungseigenschaften
  • Geringere Bauhöhe führt zu geringeren Baukosten
  • Verbesserte Wärmeübertragung führt zu einem kleineren Wärmetauscherbereich

Neue Features bei neueren Anlagen mit Harnstoff 2000plus-Technologie

  • Der Hochdruckbereich der neueren Harnstoffanlagen besteht aus Safurex, ein Duplexstahl, der speziell für das Stamicarbon-Harnstoffverfahren von Sandvik in Schweden entwickelt worden ist. Dieser Stahl bietet eine ausgezeichnete Korrosionsbeständigkeit und hohe Zähigkeit und ermöglicht eine Verringerung der Menge der zugeführten Passivierungsluft.
  • Bei Anlagen mit hochmodernen Kapazitäten verwendet Uhde Flowserve-Kreiselpumpen für den Hochdruckbetrieb mit Ammoniak und Carbamat. Diese Pumpen wurden für diese Anwendung neu eingeführt und haben in der Düngemittelfabrik Qafco 4 den Erwartungen voll entsprochen. Sie haben sich als äußerst zuverlässig und wartungsarm erwiesen.

Gemeinsame Highlights für alle CO2-Austriebsverfahren

  • Niedriger Energieverbrauch
  • Hohe Prozesseffizienz führt zu geringeren Rohstoffverbrauchswerten
  • Hohe Betriebszeiten (Zuverlässigkeit)
  • Geringe Korrosionsraten
  • Hohe Sicherheitsstandards
  • Geringe Emissionen
  • Einfache Bedienung
  • Problemlose Wartung

Die Ureaschmelze aus der Verdampfungsanlage wird in die Fließbettgranulierungseinheit eingespeist und dort zu hochwertigen Feststoffgranulaten weiterverarbeitet. Als Pelletierhilfsmittel wird Formaldehyd in die Harnstoffschmelze eingespritzt, bevor sie in den Granulator gelangt.

Das aus dem Granulator gewonnene granulierte Produkt wird abgekühlt und auf die Siebanlage gehoben. Zu große Stücke werden zerkleinert und als Tracer-Partikel zusammen mit zu kleinen Körnern in den Granulator zurückgegeben. Nach der abschließenden Abkühlung wird das maßgefertigte Produkt zur Lagereinrichtung transportiert.

Die durch dieses Verfahren hergestellten Granulate sind rund und sehr hart und deshalb sehr widerstandsfähig gegen Quetschungen und Abrieb. Sie können in zahlreichen vorgegebenen Größen hergestellt werden.

Harnstoffstaub, der in der Abluft des Granulators, der Wirbelschichtkühler und verschiedener Entstaubungsstellen gebunden ist, wird in einer Abluftreinigungsanlage wieder aufgefangen. Prozesskondensat aus der Desorptionsanlage dient als Zusatzwasser für die Reinigungsflüssigkeit, die in der Verdampfungsanlage recycelt wird..

UFT-Wirbelschichttechnik

Wegen ihrer hohen Effizienz und eines Granulators, der für eine ausgezeichnete Produktqualität mit extrem niedrigen Feststoffrecycelraten sorgt, ist das UFT-Fließbettgranulierungsverfahren die führende Granulierungstechnik. Sie ermöglicht den Bau einzügiger Granulierungsanlagen, die mit den größten bisher gebauten Syntheseeinheiten kompatibel sind. Das Verfahren erfüllt die strengsten Umweltvorschriften, da es kein Abwasser und nur minimale Staubemissionen gibt. Eine maximale betriebliche Flexibilität und Zuverlässigkeit sowie minimale Anforderungen an Wartung und Bedienungspersonal sind weitere Merkmale dieses fortschrittlichen Verfahrens, das in mehr als 60 Harnstoffanlagen weltweit zum Einsatz kommt.

Granulierungstechnik nach Stamicarbon

1995 stellte Stamicarbon seine Granulierungstechnik vor, die in den 1970er und 1980er Jahren entwickelt wurde. Diese Technologie, die erstmals von Uhde in drei Basis-Harnstoffanlagen in Ägypten zum Einsatz kam, können wir als Alternative anbieten.

Harnstofflösung für DEF und AdBlue®

Die wässrige Harnstofflösung kann in den Abgasstrom des Verbrennungsprozesses eingespritzt werden, um dessen Stickoxid-Emissionen (NOx-Emissionen) zu senken. Im heißen Rauchgasstrom zerfällt der Harnstoff in Kohlendioxid und Ammoniak. Ammoniak reagiert mit den Stickoxiden - normalerweise über einen Kataly-sator - und zerlegt sie in ihre harmlosen Bestandteile Wasser und Stickstoff.

Die für die Reduktion von Stickoxid-Emissionen aus Dieselmotoren geeignete Harnstofflösung wird als DEF (Diesel Exhaust Fluid) bezeichnet und in Europa unter dem Namen AdBlue® vermarktet.

thyssenkrupp Industrial Solutions - Technologieservice

Kontinuierliche Verbesserung mit Hightech-Lösungen

Möchten Sie, dass Ihre Anlage dauerhaft mit höchstmöglicher Effizienz und höchsten Sicherheitsstandards arbeitet, und zwar nicht nur zu Beginn sondern während ihrer gesamten Lebensdauer?

Als Technologieführer mit rund 90 Jahren Erfahrung im Düngemittelgeschäft ist thyssenkrupp Industrial Solutions ihr ständiger Begleiter auf dem gesamten Lebensweg Ihrer Anlage.

Wer wir sind

Als professioneller Dienstleister für die Ammoniak- und Harnstoffindustrie bieten wir Ihnen ein umfassendes Serviceportfolio für eine kontinuierliche Verbesserung ihrer Anlage in Bezug auf einen möglichst geringen Stromverbrauch, erhöhte Kapazitäten, Verfügbarkeit und Sicherheit der Anlage sowie die Qualität der Produkte, um Sie auf Ihrem Weg zum „Branchenprimus“ aktiv zu unterstützen.

Was wir bieten

Neben unseren Dienstleistungen in den Bereichen Engineering, Betrieb und Wartung, Inspektion und Reparatur, Consulting und Analysen, Problembehebung und Ausbildung können wir Sie mit folgenden Services unterstützen:

Modernisierungen:

Auf der Grundlage unserer umfangreichen Erfahrung in der Konzeptionierung, dem Bau und der Inbetriebnahme neuer Anlagen hat thyssenkrupp Industrial Solutions eine breit angelegte Strategie zur Modernisierung von Ammoniak- und Harnstoffanlagen entwickelt, um die Anforderungen und Ziele unserer Kunden zu erfüllen, wie beispielsweise:

  • Verbesserung der jährlichen Produktionsleistung
  • Verbesserung der Energieeffizienz
  • Verlängerung der verbleibenden Lebensdauer
  • Verbesserung der Zuverlässigkeit der Anlage
  • Reduktion von Emissionen

Engineering und Lieferung von Ausrüstung und Ersatzteilen:

Wenn Sie sich für thyssenkrupp Industrial Solutions als Lieferant Ihrer Ausrüstung entscheiden, profitieren Sie von der globalen Beschaffungsstruktur eines internationalen EPC-Auftragnehmers. Durch die Kombination von Engineering- und Beschaffungssachkenntnis beim Kauf von Equipment bieten wir unseren Kunden ein umfassendes Servicepaket, einschließlich Gewährleistung für Mechanik und Leistung sowie Inbetriebnahmedienstleistungen für die gelieferten Maschinen und Anlagen.

Austausch von Ammoniaksynthesekatalysatoren & Kartuschen:

Aufgrund der hohen Komplexität beim Austausch von Katalysatoren und Kartuschen im Ammoniakkonverter bieten wir unseren Kunden ein Full-Service-Paket. Als Generalunternehmer gewährleistet tkIS nicht nur eine kompetente Projektabwicklung und einen Festpreis für den Austausch von Katalysator und Kartusche unter Beachtung des festgelegten Zeitrahmens, sondern garantiert auch die Zuverlässigkeit der Leistung nach Wiederhochfahren der Anlage.

Das Full-Service-Paket für den Austausch von Katalysator und Kartusche in einem Ammoniakkonverter umfasst Folgendes:

  • Projektmanagement einschließlich Bauleitung
  • Verfahrens- und Arbeitsanweisungen
  • Überwachung aller Arbeitsschritte
  • Inspektionsdienstleistungen
  • Lieferung von Katalysatoren, Kartuschen, Ersatzteilen und Werkzeugen
  • Mechanische Arbeiten
  • Katalysatorhandling
  • Überwachung der Inbetriebnahme
  • Leistungsoptimierung
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