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Aktuelle Pressemeldungen

4/26/22

BASF und thyssenkrupp Uhde optimieren die STAR-Prozess® Dehydrierungstechnologie und weisen erhebliche Nachhaltigkeitsvorteile nach

  • Patentierter Prozess für die Produktion von Propylen aus Propan bzw. Isobutylen aus Isobutan

  • Senkung der CO2-Emissionen und Betriebskosten durch geringeren Energiebedarf um bis zu 30%

  • Deutlich reduzierte Investitionskosten und erheblich verringerter Rohstoffverbrauch

BASF und thyssenkrupp Uhde haben die STAR-Prozess® Dehydrierungstechnologie deutlich verbessert. Bei diesem eigens von thyssenkrupp entwickelten Prozess wird Propylen aus Propan bzw. Isobutylen aus Isobutan hergestellt. Die Partner haben die Technologie optimiert und den Energieverbrauch gesenkt, sodass CO2-Emissionen und Betriebskosten bis zu 30% reduziert werden können. Zudem werden auf diese Weise auch die Investitionskosten sowie der Rohstoffverbrauch gesenkt. Seit Beginn des gemeinsamen Entwicklungsprogramms im Jahr 2020 konzentriert sich thyssenkrupp Uhde auf die Optimierung und Weiterentwicklung des STAR-Prozess®, während BASF die geplanten Verbesserungen mithilfe eines erweiterten Prüfprogramms validiert hat.

„Die Zusammenarbeit zwischen BASF und thyssenkrupp Uhde in den letzten 18 Monaten seit Ankündigung der gemeinsamen Entwicklungsvereinbarung verlief außergewöhnlich gut und reibungslos“, sagt Guido Daniel, Executive Director Petrochemicals and Polymers bei thyssenkrupp Uhde. „Die Teams beider Partner haben mit ihrer spezifischen Expertise dazu beigetragen, den Dehydrierungsprozess weiter zu verbessern. Die Ergebnisse zeigen, dass wir unsere Ziele im Hinblick auf die Senkung des Energie- und Rohstoffverbrauchs im STAR-Prozess® deutlich übertroffen haben.“

Detlef Ruff, Senior Vice President Process Catalysts bei BASF, sagt: „Wir sind stolz darauf, bei diesem Projekt mitzuwirken und unser einzigartiges Fachwissen als weltweit führender Katalysatorhersteller einzubringen. Dieses gemeinsame Projekt ist ein perfektes Beispiel dafür, wie wir Nachhaltigkeit für unsere Kunden und Partner ermöglichen.“

Über den Unternehmensbereich Catalysts von BASF

Der Unternehmensbereich Catalysts von BASF ist der weltweit führende Anbieter von Umwelt- und Prozesskatalysatoren. Er bietet hervorragende Expertise bei der Entwicklung von Technologien zum Schutz der Luft, zur Produktion von Kraftstoffen und zur effizienten Herstellung einer Vielzahl von Chemikalien, Kunststoffen und anderen Produkten inklusive Batteriematerialien. Mit unserer branchenweit führenden F&E-Plattform, unserem leidenschaftlichen Streben nach Innovationen und unserem umfassenden Wissen über Edel- und Nichtedelmetalle entwickelt der Unternehmensbereich Catalysts von BASF eigene, einzigartige Katalysatoren und Adsorptionsmittel, die unseren Kunden helfen, noch erfolgreicher zu sein. Weitere Informationen über den Unternehmensbereich Catalysts von BASF sind online verfügbar unter www.catalysts.basf.com.

Über BASF

Chemie für eine nachhaltige Zukunft, dafür steht BASF. Wir verbinden wirtschaftlichen Erfolg mit dem Schutz der Umwelt und gesellschaftlicher Verantwortung. Rund 111.000 Mitarbeitende in der BASF-Gruppe tragen zum Erfolg unserer Kunden aus nahezu allen Branchen und in fast allen Ländern der Welt bei. Unser Portfolio umfasst sechs Segmente: Chemicals, Materials, Industrial Solutions, Surface Technologies, Nutrition & Care und Agricultural Solutions. BASF erzielte 2021 weltweit einen Umsatz von 78,6 Milliarden €. BASF-Aktien werden an der Börse in Frankfurt (BAS) sowie als American Depositary Receipts (BASFY) in den USA gehandelt. Weitere Informationen unter www.basf.com.

Über thyssenkrupp Uhde

thyssenkrupp Uhde vereint einzigartiges technologisches Know-how und jahrzehntelange, weltweite Erfahrung in Planung, Beschaffung, Bau und Service von Chemieanlagen. Wir entwickeln innovative Verfahren und Produkte für eine nachhaltigere Zukunft und tragen so zum langfristigen Erfolg unserer Kunden in nahezu allen Bereichen der chemischen Industrie bei. Unser Portfolio umfasst führende Technologien für die Produktion von Basischemikalien, Düngemitteln und Polymeren sowie komplette Wertschöpfungsketten für grünen Wasserstoff und nachhaltige Chemikalien. www.thyssenkrupp-industrial-solutions.com

Kontakte:

thyssenkrupp Uhde
Christian Dill
Senior Communications Manager
Tel.: +49 231 547 3334
E-Mail: christian.dill@thyssenkrupp.com

BASF
Media Relations
Kerstin Hoffmann
Tel.: +49 621 60-29875
kerstin.hoffmann@basf.com

BASF SE
67056 Ludwigshafen
www.basf.com
presse.kontakt@basf.com

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3/30/22

thyssenkrupp, Holcim und TU Berlin starten Forschungsprojekt zur CO2-Reduktion

  • CO2-Abscheidung (Carbon Capture) mittels eines neuen Aminwäsche-Verfahrens

  • Ziel ist Emissionsreduktion bei bestehenden Zementanlagen

 In der Zementindustrie wird auf vielfältige Weise an der Reduktion von CO2-Emissionen gearbeitet. Der Grund: Auch bei vollständigem Einsatz von erneuerbaren Energien wird bei der Zementherstellung rohstoffbedingt CO2 frei und an die Atmosphäre abgegeben. In einem gemeinsamen Projekt untersuchen die Partner thyssenkrupp Uhde, Holcim und die Technische Universität Berlin daher den Einsatz neuster Aminwäsche-Technologie zur CO2-Abtrennung. Ziel ist es, den CO2-Ausstoß von bestehenden Zementanlagen deutlich zu reduzieren und gleichzeitig das abgetrennte CO2 für weitere Anwendungen nutzbar zu machen. Konkret werden unter anderem neue Stoffaustausch-Apparate entwickelt, die den Wirkungsgrad verbessern sollen und widerstandsfähiger gegen Verunreinigungen sind. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz gefördert unter dem Förderkennzeichen 03EE5103A.

Dr. Ralph Kleinschmidt, Head of Technology, Innovation and Sustainability bei thyssenkrupp Uhde: “Die Aminwäsche wird bereits vielfach eingesetzt, um CO2 aus Prozessgasen oder auch Abgasen zu gewinnen. Nun entwickeln wir die Technologie weiter und optimieren sie für die Zementindustrie. Auch weitere Anwendungen wie z.B. bei Müllverbrennungsanlagen sind möglich, um CO2 direkt an der Quelle auffangen zu können.“

Arne Stecher, Leiter Dekarbonisierung Holcim Deutschland: „Carbon Capture wird in der nahen Zukunft eine Notwendigkeit für Zementwerke sein. Daher suchen wir nach der besten Carbon Capture Technologie und testen verschiedene Verfahren. Die CO2-Abscheidung mittels Aminwäsche ist eine vielversprechende Lösung. Ich freue mich, dass wir den Einsatz des innovativen Verfahrens in der Zementindustrie gemeinsam mit unseren Partnern erproben können."

Prof. Dr.-Ing. Jens-Uwe Repke, Leiter des Fachgebiets Dynamik und Betrieb technischer Anlagen an der TU Berlin: „Innovative Abtrennungstechnologie für die Gasbehandlung zu entwickeln und bestehende Trenntechniken immer effizienter, umweltschonender sowie nachhaltiger zu gestalten und diese zur Anwendung zu bringen, ist eine drängende sowie entscheidende Aufgabe und direkter Beitrag zum Klimaschutz. Diese Aufgabe gelingt nur in enger Kooperation zwischen Industrie und Forschungseinrichtungen wie Universitäten.“

Die Leistungsfähigkeit und Effizienz dieser Einrichtungen werden mit realem Abgas im Zementwerk am Standort Beckum getestet. Damit werden die Grundlagen für einen kommerziellen Einsatz gelegt. Außerdem werden verschiedene Verwendungsmöglichkeiten für das gewonnene CO2 betrachtet, beispielsweise Methanol oder nachhaltige Kraftstoffe. Mit diesem Verfahren wollen die Partner einen Beitrag zur Reduktion von Klimagasen insbesondere bei Bestandsanlagen zur Zementherstellung leisten. Diese können dann mit Einrichtungen zur Abtrennung des CO2 aus dem Prozessabgas nachgerüstet werden, ohne weitere Anpassungen am Produktionsprozess.

Kontakte:
thyssenkrupp Uhde
Christian Dill
Senior Communications Manager
Tel.: +49 231 547 3334
E-mail:
christian.dill@thyssenkrupp.com

Holcim (Deutschland) GmbH
René Leja
Referent Corporate Communications
Tel.: +49 40 3 60 02-128
E-Mail: rene.leja@holcim.com

Prof. Dr. Ing. Jens-Uwe Repke
TU Berlin
Fachgebiet Dynamik und Betrieb technischer Anlagen
Tel.: +49 30/314-23893
E-Mail: j.repke@tu-berlin.de 

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3/23/22

thyssenkrupp erhält den Auftrag über eine pharmagerecht gestaltete SFE-Anlage (Supercritical Fluid Extraction) zur Feststoffextraktion

  • Uhde High Pressure Technologies liefert modulare High-End-Anlage

  • Pharmagerechte hygienische Gestaltung und Steuerung

  • Extraktion mit überkritischem CO2 als Extraktionsmittel

thyssenkrupp Uhde High Pressure Technologies hat von einem Unternehmen aus dem Spezialchemikalien-Bereich den Auftrag zur Fertigung und Lieferung einer pharmagerecht gestalteten SFE-Anlage erhalten. Die Lieferung umfasst die vormontierte Anlage, sowie eine Aufstellungs- und Inbetriebnahmeunterstützung vor Ort. Die Anlage dient der Feststoffextraktion zur Herstellung von medizinischen Produkten. Als Lösungsmittel wird überkritisches CO2 verwendet – ein sauberes, nicht-toxisches Verfahren zur Herstellung von hochwertigen Produkten, die frei von Lösungsmittelrückständen sind. Damit ist diese Technologie ideal für Anwendungen mit hohen Anforderungen an die Produktqualität, wie es beispielsweise in der Lebensmittel- und Pharmaindustrie, aber auch bei der Herstellung von bio-zertifizierten Materialien gegeben ist.

„Angepasst an die individuellen Kundenansprüche wird diese Anlage nicht nur zur Produktion verwendet werden, was vornehmlich die Feststoffextraktion umfasst, sondern auch für Pilotversuche, was in diesem Fall neben der Feststoffextraktion auch die Flüssigextraktion umfasst,“, sagt Volkmar Steinhagen, Produktmanager SCF-Anlagen. „Wir freuen uns, unsere jahrzehntelange Erfahrung in der Fertigung von pharmagerecht gestalteten Anlagen einbringen zu können und so den anspruchsvollen Erfordernissen unseres Kunden gerecht zu werden.“ Die Anlage umfasst Extraktoren zur Feststoffextraktion, eine Kolonne zur Extraktion von Flüssigkeiten, Separatoren, einen Arbeitstank, Wärmetauscher, eine CO2-Pumpe, eine Co-Solvent-Pumpe und eine Feed-Pumpe. Die Fertigung der Hauptkomponenten sowie die Vormontage der Anlage in Modulen wird in Hagen stattfinden. Diese Vormontage ermöglicht einen schnellen Start der Inbetriebnahme nach der Lieferung.

Pharmagerecht gestaltete Anlagen von Uhde High Pressure Technologies erfüllen höchste Ansprüche.

Während für die Herstellung von Extrakten für Lebensmittelanwendungen und chemischen Produkte Standardausrüstungen für die Extraktion unter überkritischen Bedingungen geeignet sind, gelten in der pharmazeutischen Indus-trie höhere Anforderungen an Materialien, Oberflächen, die Vermeidung von Toträumen, Reinigungsfähigkeit,
Prozesskontrolle, Qualifizierung, Dokumentation und weiteres. Uhde High Pressure Technologies hat bewährte technische Lösungen entwickelt, um diesen Anforderungen gerecht zu werden. Dazu gehören beispielsweise hygienegerechte Hochdruck-Formstücke und Armaturen, speziell modifizierte Systeme wie der Klammerschnellverschluss für Hochdruckbehälter und qualitätsorientierte Fertigungsverfahren wie beispielsweise das Orbitalschweißen von Rohren. Das Design, die Fertigung und die Dokumentation der Anlagen erfolgen nach den Empfehlungen der Good
Manufacturing Practice (cGMP) – der guten Herstellungspraxis. Damit können die Anlagen für unterschiedlichste
Prozesse im Pharmabereich eingesetzt werden, beispielsweise für Partikelprozesse, Extraktionen und Reinigungen in Druckbereichen von 300 - 1.000 bar.

Ansprechpartner:
thyssenkrupp Uhde
Christian Dill
Senior Communication Manager
Tel.: +49 231 547 3334
E-Mail:
christian.dill@thyssenkrupp.com  

thyssenkrupp Uhde High Pressure Technologies
Bernhard Druffel
Communications Manager
Tel.: +49 2331 967 233
E-Mail: bernhard.druffel@thyssenkrupp.com

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2/21/22

thyssenkrupp baut drei Polymer-Großanlagen für SASA in der Türkei

  • 4. Auftrag in Folge vom Kunden SASA Polymers

  • Uhde Inventa-Fischers MTR® Prozess reduziert Energieverbrauch

Uhde Inventa-Fischer (UIF), die Polymer-Spezialisten von thyssenkrupp Uhde, wurde von SASA Polyester Sanayi A.Ş mit dem Bau von drei neuen Polymeranlagen in Adana (Türkei) beauftragt. Eine Anlage wird 1,050 metrische Tonnen pro Tag (380,000 t/Jahr) PET (Polyethylen-Terephthalat) für Anwendungen mit niedriger Viskosität produzieren, kombiniert mit einer Co-PET-Anlage für 100 metrische Tonnen pro Tag (36,000 t/Jahr). Die dritte Anlage wird Uhde
Inventa-Fischers patentierte MTR® (Melt-to-Resin)-Technologie einsetzen, um 330,000 t/Jahr Polyester für die Herstellung von PET-Flaschen zu produzieren.

Dr. Mustafa Kemal Öz, General Manager der SASA POLYESTER SANAYI A.Ş.: “Wir freuen uns, unsere neuen Investitionen wieder mit Uhde Inventa-Fischer zu realisieren. SASA will mit ihren hochmodernen World-Scale-Anlagen eine weltweit führende Position in der Polyesterproduktion einnehmen. Wir freuen uns darauf, unsere erfolgreiche Zusammenarbeit mit UIF weiterzuführen, die immer ein guter Partner für unsere Wachstumsstrategie waren.”

Werner Steinauer, CEO Uhde Inventa-Fischer: “Wir sind sehr stolz darauf, dass SASA uns erneut für PET-Anlagen mit neuster Technologie ausgewählt hat, nachdem wir bereits für Linie 1, Linie 2 und Linie 3 beauftragt wurden.” Der Lieferumfang für alle Anlagen umfasst das Basic- und Detail-Engineering, die Lieferung aller notwendigen Komponenten, technische Dienstleistungen zur Anlagenerrichtung sowie die Überwachung des Aufbaus- und der Inbetriebnahme.

MTR® – eine kostengünstige Lösung zur Herstellung von hochwertigem Polyester

Das MTR®-Verfahren macht die Festkörperpolykondensation (SSP) überflüssig, was zu erheblichen Energieeinsparungen führt. Dies reduziert Investitions-, Betriebs- und Wartungskosten, ermöglicht eine höhere Rohstoffausbeute bei höchster Produktqualität. Das MTR®-Verfahren basiert auf der patentierten 2-Reactor-Technologie von Uhde Inventa-Fischer, die mit den patentierten ESPREE®- und DISCAGE®-Reaktoren die gewünschten hohen Schmelzeviskositäten erreicht.

Energieeffiziente, integrierte Anlage für niederviskoses PET

Das Design der Polykondensationsanlage basiert auf derselben patentierten Technologie, die in diesem Fall die Herstellung von hochwertigem Polyesterpolymer von höchster Qualität ermöglicht. Charakteristisch für die Anlage ist, dass die Polymerschmelze direkt aus der Polykondensationsanlage in mehreren nachgeschalteten Linien weiterverarbeitet wird.

Über SASA:

SASA ist einer der führenden Hersteller von PET-Textilfasern, Filamentgarnen und Spezialpolymeren. Am Firmenstandort in Adana, Türkei, arbeiten rund 4.500 Mitarbeiter. SASA betreibt auch eigene F&E-Einrichtungen.

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1/20/22

thyssenkrupp Uhde macht Kokerei von ArcelorMittal in Belgien umweltfreundlicher

  • Modernes Schwefelrückgewinnungssystem minimiert Emissionen

  • Eigene CYCLASULF®- und MONOCLAUS®-Verfahren von thyssenkrupp Uhde ermöglichen hohe Umweltstandards bei geringer Komplexität

ArcelorMittal Belgien hat thyssenkrupp Uhde den Auftrag zur Errichtung einer Entschwefelungsanlage am Standort Gent erteilt. Hauptziel dieses Brownfield-Projekts ist die Erweiterung der bestehenden Koksofengas-Aufbereitungsanlage um eine hochmoderne Anlage zur Schwefelentfernung und Rückgewinnung. Die neuen Anlagen sollen im Juli 2023 in Betrieb genommen werden.

 "Dieses Projekt ist ein weiterer Meilenstein bei der Verbesserung der Umweltfreundlichkeit unseres Werks in Gent. Es ist eine große Anstrengung für die gesamte Branche, und wir kommen unserem Ziel, die SOx-Emis-sionen zu reduzieren, gewissenhaft näher", sagt Jeroen Van Lishout, COO Primary von ArcelorMittal Belgien.

Die ursprüngliche Kokerei wurde vor 25 Jahren von den Kokereispezialisten von thyssenkrupp Uhde gebaut, damals noch unter dem Namen Thyssen Still Otto. "Wir freuen uns über das anhaltende Vertrauen unseres Kunden ArcelorMittal", sagt Michael Petzinna, Executive Director der Operating Unit Coke Plant & Inorganic Acids. "Mit unseren fortschrittlichen Technologien und Projektabwicklungskapazitäten können wir eine technische Lösung liefern, die genau auf die Bedürfnisse des Kunden zugeschnitten ist." thyssenkrupp Uhde wird seine proprietären Verfahren CYCLASULF® zur Entschwefelung sowie MONOCLAUS® für eine hocheffiziente Schwefelrückgewinnung installieren.

Intelligente Integration von bestehenden und neuen Prozesseinheiten mit geringem Aufwand
Wie bei allen Brownfield-Projekten mussten spezifische Anforderungen erfüllt werden. In diesem Fall benötigte die bestehende Gasaufbereitungsanlage auch ein neues Back-up-System für den bestehenden Teil. Hier konnte thyssenkrupp Uhde eine intelligente Lösung anbieten, die bestehende und neue Prozessstränge des CYCLASULF®-Verfahrens miteinander verbindet. Diese etablierte, fortschrittliche Lösung zur Entschwefelung von Koksofengas entfernt Schwefelwasserstoff (H2S) und Ammoniak (NH3) sehr effizient aus dem Koksofengas. Der säurehaltige Gasstrom wird konzentriert und für die Weiterverarbeitung zu Schwefel oder Schwefelsäure vorbereitet. In Gent wird elementarer Schwefel zurückgewonnen. Moderne Stoffaustauschelemente reduzieren die Größe der erforderlichen Ausrüstung erheblich, so dass der Platzbedarf gering bleibt.

Dies gilt auch für das hochmoderne MONOCLAUS®-Verfahren zur Schwefelrückgewinnung und Ammoniak-spaltung. Es ermöglicht die Herstellung von flüssigem, reinem Schwefel mit einem Minimum an Ausrüstung und Rohrleitungen im Vergleich zu herkömmlichen Claus-Anlagen, was zu einer sehr kompakten Anordnung und geringem Platzbedarf führt. Für das MONOCLAUS®-Prinzip gilt somit: je einfacher, desto besser – aber mit der gleichen hohen Produktqualität und Prozesssicherheit. Durch die Realisierung dieser neuen Back-up-Anlage wird ArcelorMittal Gent in der Lage sein, während Wartungs- oder Revisionsstillständen eine emissionsarme Entschwefelungsanlage zu betreiben und damit die frühere Rückgewinnungsanlage, die eine geringere Entschwefelungskapazität hatte, effektiv zu ersetzen.

Kontakt:

thyssenkrupp Uhde
Christian Dill
Senior Communication Manager
Tel.: +49 231 547 3334
E-mail:
christian.dill@thyssenkrupp.com

ArcelorMittal Belgium
Jan Cornelis
Country Manager
Phone: +32 9 347 35 72 +32 499 599 394
E-Mail: jan.cornelis@arcelormittal.com

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1/13/22

Kapitalmarkttag: thyssenkrupp Uhde Chlorine Engineers ändert Unternehmensnamen und Markenauftritt zu thyssenkrupp nucera – starke Ausgangsposition für weiteres Wachstum

  • Präsentation von Strategie und ersten Finanzzahlen auf dem Kapitalmarkttag

  • Unternehmen firmiert künftig unter dem Namen thyssenkrupp nucera; neuer Markenauftritt wird schrittweise umgesetzt

  • Zum 31. Dezember 2021 beträgt der Auftragsbestand für grünen Wasserstoff bereits rund 900 Millionen EUR

  • CEO Denis Krude: „Mit unserem strategischen Fahrplan sind wir auf dem Weg zum Technologieführer auf dem Elektrolysemarkt. Wir sind bereit eine neue Ära zu gestalten.”

thyssenkrupp Uhde Chlorine Engineers wird thyssenkrupp nucera: Einer der weltweit führenden Anbieter für Elektrolyseure zur Produktion grünen Wasserstoffs stellt heute zu seinem Kapitalmarkttag am thyssenkrupp-Unternehmenssitz in Essen seinen neuen Markenauftritt vor. Das Vorstandsteam um CEO Denis Krude informiert zudem ausführlich über das Geschäftsmodell und insbesondere über die Wachstumsstrategie. thyssenkrupp nucera baut bei der alkalischen Wasserelektrolyse (AWE) zur Herstellung von grünem Wasserstoff auf seine jahrzehntelange Erfahrung in der Chlor-Alkali-Elektrolyse. Mit der AWE-Technologie unterstützt das Unternehmen seine Kunden auf dem Weg zur Klimaneutralität.

Der Kapitalmarkttag ist ein wichtiger Meilenstein. Die thyssenkrupp AG prüft derzeit, wie das Wasserstoffgeschäft bestmöglich weiterentwickelt werden kann. Aktuell ist der Börsengang die präferierte Wahl. Über diese Option kann der tatsächliche Wert des Geschäftsbereichs sichtbar gemacht und weiteres Wachstum durch mögliche Einnahmen über einen Börsengang finanziert werden. Um ein neues Kapitel in der Unternehmensgeschichte aufzuschlagen, wird das Joint Venture von heute an unter dem Namen thyssenkrupp nucera firmieren. Der Name nucera setzt sich aus „new”, „UCE” und „era” zusammen und symbolisiert den Aufbruch in eine neue Ära der Innovation, Transformation und grünen Energie.

Dr. Volkmar Dinstuhl, CEO von thyssenkrupps Segment Multi Tracks: „Die grüne Transformation der Industrie ist eine Aufgabe von Jahrzehnten. Der Systemwechsel ist nur mit einer gemeinsamen Vision und neuen Ideen möglich. Dazu braucht es die richtigen Investitionen, Technologien, Geschäftsmodelle und schlanke Prozesse. thyssenkrupp nucera hat alle Voraussetzungen, den Weg in eine dekarbonisierte Industrie zu ebnen. Die neue Marke in unserer thyssenkrupp-Familie ist ein wichtiger Schritt, um unsere Führungsposition in der Elektrolyse weiter auszubauen – mit Spitzentechnologie und internationalen Großprojekten.“

„Wir sind ein weltweiter Marktführer in der Chlor-Alkali-Elektrolyse und überzeugen mit erstklassiger Technologie. Schon heute können wir jährlich Elektrolysezellen mit einer Gesamtleistung von einem Gigawatt liefern. Das ist erst der Anfang. Wir wollen zum Technologieführer für die Herstellung von grünem Wasserstoff im industriellem Maßstab werden”, sagt Denis Krude, CEO von thyssenkrupp nucera. „Die Industrie ist bereit für die Energiewende. Mit unserer Lösung unterstützen wir Kunden auf dem Weg zur Klimaneutralität – auch in Sektoren und bei Prozessen, in denen bisher noch zwangsläufig Emissionen entstehen.”

thyssenkrupp nucera: Ein Technologieführer im Wasserstoff- und Chlor-Markt
thyssenkrupp nucera ist ein weltweit führender Anbieter für grünen Wasserstoff. Mit seiner Technologie unterstützt das Unternehmen seine Kunden auf dem Weg zur Klimaneutralität und zu einer dekarbonisierten Industrie. Mit einer Projekterfahrung von über fünf Dekaden, mehr als 600 abgeschlossenen Projekten, 240.000 produzierten Elektrolysezellen und über 10 Gigawatt installierter Elektrolyse-Leistung ist das Unternehmen ein Marktführer im Chlor-Alkali-Geschäft. Auf dieser starken Expertise gründet die alkalische Wasserelektrolyse, die grünen Wasserstoff im großen Stil erzeugt. Über einen standardisierten, modularen Ansatz lassen sich große Volumina an Wasserstoff bei geringen Kosten produzieren.

Erneuerbare Energien werden Schätzungen zufolge die primäre Energiequelle für alle Marktsegmente werden. Mit einem klaren strategischen Fahrplan unterstützt thyssenkrupp nucera Industriekunden bei der grünen Transformation. Dazu will das Unternehmen seine internationale Präsenz erweitern und die Technologie auf der ganzen Welt nah beim Kunden anbieten, langfristig Kosten senken und weiterhin mit starken, renommierten Partnern wie der Chemieanlagenbaueinheit thyssenkrupp Uhde und dem Joint Venture Partner De Nora zusammenarbeiten.

Bereit für künftiges Wachstum in einem dynamischen Wasserstoffmarkt
thyssenkrupp nucera verfügt über ein attraktives Erlösprofil, da sich das modulare Produktgeschäft schnell skalieren lässt. In den vergangenen Jahren hat das Chlor-Alkali-Geschäft stabile Umsätze erzielt. Rund die Hälfte dieser Umsätze entfallen auf höhermargiges Servicegeschäft über den gesamten Anlagen-Lebenszyklus hinweg. Das sorgt für wiederkehrende Erlöse und hohe Planungssicherheit. Gleichzeitig weist thyssenkrupp nucera alle Vorteile eines industriellen Technologiezulieferers für grüne Wasserstoffproduktion auf – einschließlich eines starken Auftragsbestands, der erhebliches Wachstum verspricht.

Der Umsatz ist im Geschäftsjahr 2020/21 um rund 25 Prozent auf 319 Millionen Euro (2019/20: 255 Millionen Euro) gestiegen. Zum 31. Dezember 2021 beträgt der Auftragsbestand für grünen Wasserstoff bereits rund 900 Millionen EUR. Das EBIT von thyssenkrupp nucera entwickelte sich in den vergangenen drei Geschäftsjahren mit sehr geringen Schwankungen auf 27 Millionen Euro. Das Hochfahren der Wasserstoff-Technologie wird den Schwerpunkt der geschäftlichen Aktivitäten des Unternehmens in den kommenden Jahren deutlich verändern. thyssenkrupp nucera will bis zum Geschäftsjahr 2024/25 den Ausbau des Wasserstoff-Geschäfts vorantreiben und damit einen Umsatz von rund 600 bis 700 Millionen Euro erzielen. Auch danach soll das Unternehmen weiter stark wachsen. Der Wasserstoffmarkt soll sich Erwartungen zufolge bis zum Jahr 2050 nicht nur versiebenfachen, sondern die bisher fossile Erzeugung wird überwiegend auf grünen Wasserstoff umgestellt. Die zusätzliche Nachfrage wird in erheblichem Umfang aus neuen Anwendungen und damit aus vielen verschiedenen Sektoren kommen, beispielsweise Stromerzeugung und -speicherung, Gebäudeheizung und Stromversorgung, Verkehr sowie industrielle Energie und Rohstoffe.

Wichtige Meilensteine mit zwei internationalen Großprojekten für grünen Wasserstoff bereits erreicht
Der AWE-Auftragsbestand im neuen Geschäftsjahr von thyssenkrupp nucera umfasst zwei der größten globalen Wasserstoffprojekte: Im Dezember 2021 unterzeichnete das Unternehmen einen Vertrag über die Lieferung einer Elektrolyseanlage mit einer Leistung von mehr als zwei Gigawatt für eines der weltweit größten Projekte zur Erzeugung von grünem Wasserstoff in Neom in Saudi-Arabien. Darüber hinaus arbeitet thyssenkrupp nucera mit Royal Dutch Shell an Europas größtem grünen Wasserstoffprojekt „Hydrogen Holland I” im Hafen von Rotterdam in den Niederlanden. Für dieses Projekt wird thyssenkrupp nucera eine Elektrolyseanlage mit mehr als 200-Megawatt Leistungskraft bereitstellen. Mit diesen Aufträgen unterstreicht thyssenkrupp nucera seine Technologieführerschaft und Wettbewerbsfähigkeit sowie seine Kompetenz für sehr große industrielle Anlagen zur Herstellung von grünem Wasserstoff.

 

Medienanfragen: 
Katharina Immoor
thyssenkrupp nucera
Head of Communications
Telefon: +49 231 547 2863
E-Mail:
katharina.immoor@thyssenkrupp.com

Investorenanfragen:
Dr. Claus Ehrenbeck
thyssenkrupp
Head of Investor Relations
Telefon: +49 201 844 536464
E-Mail: claus.ehrenbeck@thyssenkrupp.com

Über thyssenkrupp nucera: 
thyssenkrupp nucera bietet weltweit führende Technologien für hocheffiziente Elektrolyseanlagen. Das Unternehmen – ein Joint Venture mit Industrie De Nora – verfügt über umfangreiches Know-how in Planung, Beschaffung und Bau von elektrochemischen Anlagen. Die Erfolgsbilanz umfasst mehr als 600 erfolgreich installierte Projekte mit einer Gesamtkapazität von mehr als 10 Gigawatt. Mit seiner Wasserelektrolyse-Technologie zur Erzeugung von grünem Wasserstoff schafft thyssenkrupp nucera innovative Lösungen im industriellen Maßstab für grüne Wertschöpfungsketten und eine Industrie, die mit sauberer Energie betrieben wird – ein großer Schritt in Richtung Klimaneutralität.

www.thyssenkrupp-nucera.com

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