Apr 21, 2021 10:30 PM

Startschuss zur Dekarbonisierung der Ammoniakproduktion: thyssenkrupp erhält von CF Industries den Zuschlag für eine grüne Wasserstoffanlage

  • 20 MW-Wasserelektrolyse als Auftakt für die Dekarbonisierung der weltweit größten Ammoniak-Produktionsanlage

  • CF Industries wird ab 2023 mit der Produktion von 20.000 Tonnen grünem Ammoniak pro Jahr starten

thyssenkrupp hat mit CF Industries einen Engineering- und Liefervertrag über eine Wasserelektrolyseanlage zur Herstellung von grünem Ammoniak im Produktionskomplex Donaldsonville in Louisiana geschlossen. Im Rahmen dieses Vertrags wird thyssenkrupp eine 20 MW-Anlage auf Basis der alkalischen Wasserelektrolysetechnologie entwickeln sowie alle notwendigen Versorgungseinrichtungen liefern.

Um den grünen Wasserstoff zu produzieren wird erneuerbare Energie aus dem vorhandenen Stromnetz genutzt. Der Wasserstoff wird in den bestehenden Ammoniakanlagen von CF Industries am Standort Donaldsonville in 20.000 Tonnen grünes Ammoniak pro Jahr umgewandelt. Grünes Ammoniak kann als hocheffizientes Speicher- und Transportmedium für erneuerbare Energie und auch direkt als klimaneutraler Kraftstoff, z.B. im Seeverkehr, eingesetzt werden. Die Engineering- und Beschaffungsaktivitäten haben begonnen, der Produktionsstart ist für 2023 geplant.

Starke Referenzen und lokale Organisationsstruktur in Nordamerika

Mit sechs Ammoniak- und mehreren Düngemittelanlagen ist der Standort von CF Industries in Donaldsonville der größte Ammoniak-Produktionskomplex weltweit. Die größte Ammoniakanlage an diesem Standort wurde ebenfalls von thyssenkrupp geliefert und basiert auf dem bewährten uhde®-Ammoniakverfahren. "Nach der kürzlichen Lieferung von zwei World-Scale-Ammoniak- und Düngemittelanlagen an CF Industries fühlen wir uns geehrt, dass unser langjähriger Kunde uns nun beauftragt hat, mit unserer Technologie zur Dekarbonisierung seiner Produktion beizutragen", sagt Dennis Lippmann, President Chemical & Process Technologies, thyssenkrupp Industrial Solutions USA.

Als weltweit renommierter EPC-Spezialist für elektrochemische Anlagen ist thyssenkrupp ein führender Anbieter von Elektrolyse-Equipment, -Lösungen und -Services – auch mit einer starken Präsenz in Nordamerika. Mit einer Gesamtkapazität von über >1,4 GW, die in den letzten 30 Jahren in elektrochemischen Projekten realisiert wurden (was >290.000 Nm3/h Wasserstoff als Nebenprodukt entspricht), ist Nordamerika eine der Schlüsselregionen des Unternehmens. Dr. Christoph Noeres, Head of Green Hydrogen bei thyssenkrupp Uhde Chlorine Engineers, fügt hinzu: "Dieser zweite Wasserelektrolyse-Erfolg in kurzer Zeit nach der Ankündigung eines Projekts in Kanada zeigt die führende Rolle, die die Region bei der Umsetzung der grünen Wasserstoffwirtschaft spielen wird. Mit unserer gut etablierten lokalen Aufstellung sind wir bestens auf den amerikanischen Markt vorbereitet, was auch für die Bereitstellung von Servicelösungen über den gesamten Lebenszyklus der Anlage von großer Bedeutung ist."

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Über uns:  

thyssenkrupp Industrial Solutions ist ein führender Partner für Planung, Bau und Service rund um industrielle Anlagen und Systeme. Auf der Basis von mehr als 200 Jahren Engineering-Erfahrung liefern wir maßgeschneiderte, schlüsselfertige Großanlagen und Anlagenkomponenten für Kunden aus der Chemie-, Düngemittel-, Zement-, Mining- und Stahlindustrie. thyssenkrupp Uhde Chlorine Engineers, ein Joint Venture zwischen der thyssenkrupp Industrial Solutions AG und Industrie De Nora, bietet weltweit führende Technologien für hocheffiziente Elektrolyseanlagen. Mehr als 600 Projekte und elektrochemische Anlagen mit einer Gesamtleistung von über 10 Gigawatt hat das Unternehmen weltweit bereits erfolgreich installiert. Der zugehörige Produktbereich Green Hydrogen bietet mit seiner Wasserelektrolysetechnologie zur Herstellung von Grünem Wasserstoff eine innovative Lösung für Anwendungen im industriellen Maßstab an. Zusammen mit thyssenkrupps Business Unit Chemical and Process Technologies kann somit die gesamte Wertschöpfungskette für grüne Chemikalien abgedeckt werden, von Wasserstoff bis zu Ammoniak, Methanol und synthetischem Erdgas – ein entscheidender Schritt auf dem Weg zu einer klimaneutralen Industrie.

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